English version Deutsche Version

 


Geschichte



 

1904

 

In Hamburg-Altona vereinbaren Max Holz und die Gebrüder A. und E. Gerling in Stahlflaschen gefülltes Gas, wie z.B. Wasserstoff, auf den Markt zu bringen. Dafür gründen sie am 28. Mai 1904 die Kommanditgesellschaft Gerling, Holz & Co., mit Firmensitz in der Königstraße 4. Vereinbarungsgemäß ziehen sich die Gebrüder Gerling bereits nach vier Jahren aus dem Unternehmen zurück. Der Firmenname wird dessen ungeachtet fortgeführt. 






 

 

1936

 

Joachim Holz tritt, nach dem Tode seines Vaters Max, dessen Nachfolge an. Unter seiner Leitung übersteht das Unternehmen den Zweiten Weltkrieg. Nach Kriegsende 1945 denkt der Unternehmer neben der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes auch an Expansion und die Gründung eigenständiger Zweigniederlassungen, um über die Grenzen der Besatzungszonen hinaus handlungsfähig zu bleiben. Bereits im Herbst nach Kriegsende wird die heutige Niederlassung Hanau und nur zwei Jahre später ein Betrieb in Düsseldorf gegründet.





 

1953

 

Als Joachim Holz im Januar 1953 stirbt, übernimmt seine Witwe, Minna Bender-Holz, unterstützt von ihrem Schwager, Dr. Waldemar Holz, die Führung des Unternehmens. Ihr Sohn, Kuno Holz wird im November 1974 Komplementär der Kommanditgesellschaft.







1969

 

Gerling, Holz & Co. übernimmt 1969 die Ammoniak-Verkaufs-Gesellschaft (AVG) Hamburg und ein Jahr später die Rohstoff- und Chemikalien GmbH Hannover. Beide Unternehmen waren erfolgreich im Ammoniak-Handel tätig. In den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts werden an allen Standorten Neubauten realisiert, die das Gesicht von Gerling, Holz & Co. auch heute noch prägen: 1971 werden die Geschäftsräume im Kinzigheimer Weg in Hanau bezogen, 1976 folgt die Ruhrstraße in Hamburg und schließlich erhält 1978 die Niederlassung Düsseldorf in Dormagen ihren neuen Sitz.



 

1985

 

1985 wird die GHC-Niederlassung Bayern, zunächst in Garching, eröffnet. Der Betrieb zieht, nach Fertigstellung des Neubaus in Breitenau, im Herbst 1990 um. Anfang 1990 wird die Wollschläger GmbH & Co. KG, Bochum, die mit Schwerpunkt im Ammoniakhandel tätig ist, übernommen.



 

1991

 

Nach dem Fall der Mauer übernimmt GHC einen Teil des ehemaligen DDR-Kombinats „TeGa Leipzig“, der dann 1991 zur Niederlassung Nauendorf/ Halle wird. Ein Schritt in Richtung Internationalisierung folgt zweieinhalb Jahre später mit der Gründung der GHC Invest s.r.o in Prag. Im Jahr 1992 wird die GHC Gerling, Holz & Co. Handels GmbH gegründet, die mit ihren – seinerzeit – fünf Niederlassungen das operative Gasegeschäft der Kommanditgesellschaft fortführt. 1994 erfolgt die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9002, die 2003 durch die Norm EN ISO 9001 abgelöst wird. GHC ist damit das erste Gase-Unternehmen in Deutschland, das zertifiziert wird. 1996 tritt Kuno Holz‘ Sohn Joachim in die Geschäftsführung ein.




1999

 

Im Oktober 1999 wird die SBF, eine Tochter der Preussag AG übernommen, so dass GHC in Deutschland mit großem Abstand Marktführer im Vertrieb von Chlor in Stahlflaschen und Fässern wird. Zur zeit- und ortsnahen Belieferung der Kunden insbesondere für Kältemittel ist bundesweit ein flächendeckendes Netz von Lagerhaltern eingerichtet worden.



 

2001

 

Kuno Holz beendet  im Jahr 2001 seine aktive Tätigkeit. Seitdem ist nun ein Urenkel des Firmengründers, Joachim Holz, Geschäftsführer des operativen Gasegeschäftes.



 

2004

 

Zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 2004 hat sich GHC von einem Händler und Kommissionierer zu einem Gesamtanbieter im Segment der druckverflüssigten Gase entwickelt. So ist mittlerweile der Bereich Anlagenbau neu aufgenommen worden, in welchem Entnahmeanlagen für druckverflüssigte Gase kundenindividuell entwickelt und realisiert werden.



Die Gerling, Holz & Co. KG ist mittlerweile eine Holding in welcher Beteiligungen und Tochterunternehmen zusammengefasst sind.

Die GHC Gerling, Holz & Co. Handels GmbH deckt dabei den operativen Bereich Gase ab und beschäftigt in ihren sieben Betrieben mehr als 200 Mitarbeiter.



 

2009

 

Seit 2009 reinigt und vertreibt GHC unter Druck verflüssigten Schwefelwasserstoff verschiedener Reinheiten am Chemiestandort Leuna. In dem geschlossenen Industriegebiet in der dynamischen Wirtschaftsregion Leipzig-Halle betreibt GHC Anlagen zum Reinigen, Abfüllen und Lagern von Schwefelwasserstoff. Das Produkt wird beispielsweise in der Halbleiterherstellung benötigt, zur Oberflächen­behandlung von Metallen oder auch zur Veredelung von Mineralölen.

 

Das umfassende Dienstleistungsangebot von GHC wird ergänzt durch einen ständigen Not- und Servicedienst, der Kunden und Behörden jederzeit zur Unterstützung mit Fachpersonal und Gerät zur Verfügung steht.


Die Rücknahme und das Recycling von druckverflüssigten Gasen sowie auch die Gewährleistung fachgerechter Entsorgung gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum von GHC.





Inspiriert durch französische Kunden und britische Partner begann GHC zu Beginn des neuen Jahrhunderts sich mit der Herstellung, der Abfüllung und dem Vertrieb von Satellitenantriebs- und Steuerungstreibstoffen zu beschäftigen. Die mehr als hundertjährige Erfahrung im Umgang mit derart anspruchsvollen Produkten hat GHC für das Spezialgebiet prädestiniert.


Ein Alleinstellungsmerkmal und unverzichtbarer Faktor für die hochkomplexe Materie ist neben dem Produkt-know-how die spezifische Verpackungs- und Anlagen-
bauexpertise von GHC.


Diese Kompetenz, gepaart mit der für eigentümergeführte Familienunternehmen typischen Nachhaltigkeit, hat dazu beigetragen, dass GHC eine führende Position im internationalen Markt für zivile Satellitentreibstoffe eingenommen hat.


Hierzu zählen neben der kundenindividuellen Produktion und Konfektionierung in den GHC Betrieben, die Lieferung an alle Weltraumbahnhöfe, die Vorortbetreuung mit eigenem Fachpersonal sowie die fachspezifische Beratung und Lieferung von Ausrüstung und Anlagentechnik.


Damit hat GHC einen weiteren Integrationsschritt vollzogen im hochspezialisierten Markt für druckverflüssigten Gase.